LESSER - Rechtsanwälte

Gute Arbeit kostet Geld

Wir meinen, die Bezahlung anwaltlicher Dienstleistungen sollte konkret projektbezogen und nach Aufwand erfolgen. Für eine solche Berechnungsweise ist eine genaue Kalkulation unverzichtbar. Fragen Sie uns einfach im konkreten Fall. Wir sind bereit, für ihren Fall einen Kostenanschlag auszuarbeiten, der uns rechtlich an einer groben Überschreitung des prognostizierten Kostenrahmens hindert. Wird der Preis auf diese Weise bestimmt, schließen wir mit Ihnen eine schriftliche Honorarvereinbarung, die das Ergebnis der Honorarverhandlungen wiedergibt.

Wird kein konkretes Honorar ausgehandelt, richtet sich die Vergütung des Rechtsanwalts nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (kurz: RVG). Dieses bemisst das Honorar des Rechtsanwalts meistens nach einem Gegenstandswert und orientiert sich an konkreten Abschnitten der anwaltlichen Tätigkeit (Beratung, vorgerichtliche Vertretung, Klageerhebung, Verhandlungstermin, etc.). Bei sehr einfachen Fällen mit hohem Streitwert oder wirtschaftlich unbedeutenden, aber komplizierten Fällen bildet das Gesetz die preislichen Anforderungen anwaltlicher Dienstleistungen nur unvollkommen ab. Gerechtfertigt wird dies mit der Vorstellung, jeder Anwalt habe eine durchschnittliche Mischung von Fällen. Der Sache nach läuft dies auf eine Subventionierung komplizierter durch einfache Fälle hinaus.

Intern kalkulieren wir für unsere anwaltlichen Dienstleistungen einen Stundensatz von 150 bis 350 €, je nach dem Wert (und dem Haftungsrisiko) des Falles, seiner Schwierigkeit, dem juristischen Sachbearbeiter und dem erforderlichen Bearbeitungsaufwand. Abgedeckt sind damit auch die üblichen Kommunikationskosten, Bürosupport sowie die Beschaffung externen juristischen Know-hows.

Unter Umständen muss der Gegner für die Anwaltskosten aufkommen. Das ist im Zivilprozess der Fall, wenn er in vollem Umfang unterliegt. Ansonsten greift möglicherweise eine Rechtsschutzversicherung (s. 3.). Erscheint die Einschaltung des Anwalts nicht mutwillig und bietet sie hinreichende Aussicht auf Erfolg, lassen sich die Kosten des Zivilprozesses ansonsten als außergewöhnliche Belastungen i.S. des § 33 EStG absetzen (BFH v. 12.5.2011 - VI R 42/10, NJW 2011, 3055). Zahlungen an den Anwalt lassen sich ggf. auch als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit absetzen, z. B. dann, wenn sie im Zusammenhang mit der Verteidigung in einem Strafverfahren wegen des Vorwurfs einer im beruflichen Zusammenhang begangenen Beihilfe zur Untreue erfolgen (BFH v. 17.8.2011 - VI R 75/10, DStR 2011, 2235).